ARCHITEKTUR DER RÄUME – ARCHITETTURA DEGLI SPAZI

Kirche Spirito Santo, Via Milani – Cesena 28. September bis 17. Oktober 2010

Die Ausstellung »Uwe Schröder. Architettura degli spazi« gibt an Hand einer Reihe unveröffentlichter Entwürfe und Modelle einen umfassenden Einblick in die architektonische Suche dieses wichtigen Vermittlers deutscher Gegenwartsarchitektur. Mit der Ausstellung wird versucht, die wesentlichen Themen von Schröders intellektueller Entwicklung aufzuzeigen, die zwar in keiner Weise den Spielarten des gegenwärtigen Geschmacks entspricht, aber dennoch fest in der Kultur der Moderne verankert ist. Schröders besonderes Interesse innerhalb der Architektur gilt offenbar dem öffentlichen, kollektiven Raum, dem Raum zwischen den Gebäuden, dem Ort der Beziehungen zwischen Dingen und Personen. »Raum« ist ein Begriff, der sowohl in seinen theoretischen Texten als auch in seinen Projektberichten immer wiederkehrt, und verdeutlicht, dass jeder Raum, ob öffentlich oder häuslich, als Lebensraum des Menschen konzipiert ist. Für Schröder geht es um eine Stadt, in der kollektiver und privater Raum zu einem wechselseitigen Gleichgewicht finden, indem versucht wird, die Diskontinuität, die sich aus der übermäßigen Vereinzelung zeitgenössischer architektonischer Werke ergibt, soweit möglich, in Teilen aufzuheben.

Ein Grossteil der Modelle ist in Zusammenarbeit mit Christoph Layendecker entstanden. Alle Fräsarbeiten in rotem MDF wurden durch die Automathek erstellt. Die besondere Herausforderung dabei lag in der hohen Präzision und der genauen Planung der Frässtrategien.

Uwe Schröder, seit 2008 Professor am Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung der RWTH Aachen und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Theorie des architektonischen Raumes, leitet seit 1993 sein eigenes Architekturbüro in Bonn. Er erhielt für seine Bauten zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen Kritikerpreis 2004 und das Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo 2006.